Interview mit Johannes Handl (FC Wacker Innsbruck)

Nach seinem Wechsel zu FC Wacker Innsbruck haben wir uns mit Johannes Handl über seine Zeit in Lafnitz, die ersten Eindrücke aus Tirol, das Verhältnis zu Alex Kogler und die schwerwiegenden Verletzungen in den vergangenen Jahren unterhalten.

Centerfield: „Du hast 1,5 Jahre beim SV Lafnitz gespielt. Dort hast du 20 Spiele in der Regionalliga Mitte absolviert und bist Meister 2017/18 geworden. Nach dem Aufstieg in die 2. Liga bist du weitere 17 Mal im Dress der Lafnitzer auf dem Feld gestanden. Wie würdest du deine Zeit im Lafnitztal zusammenfassen?“

Johannes: „Am Anfang war es sicher der richtige Schritt zurück von Sturm Graz zum SV Lafnitz, um nach der langen Verletzung Spielpraxis zu sammeln. Der Aufstieg war ein Wahnsinn. Ich wollte immer schon Meister werden und das habe ich in Lafnitz geschafft. Die Zeit war sehr schön und ich möchte mich nochmals bei allen beteiligten Personen bedanken, dass das so gut funktioniert hat.

Centerfield: „Nun hast du den nächsten Schritt gewagt und bist in der abgelaufenen Transferzeit zu Wacker Innsbruck übersiedelt. Wie sind deine ersten Eindrücke?“

Johannes: „Die ersten Eindrücke sind gut. Innsbruck ist eine schöne Stadt, das Umfeld ist toll und der Trainer sowie die Mannschaft haben mich super empfangen. Ich freue mich, dass ich hier bin.“

Centerfield: „In der Vorbereitung wart ihr auf Trainingslager in Side. Neben Alex Kogler warst auch du dabei und hast unter anderem beim 10:0 gegen Oberwart über die volle Distanz mitwirken können. Wie sieht dein Resümee zu deinem ersten Trainingslager im Dress der Tiroler aus?“

Johannes: „Das erste Spiel verlief sehr unglücklich für mich, da ich ein Eigentor erzielt habe. Danach war es ein sehr gutes Trainingslager, weil die Intensivität sehr hoch war und ich dadurch wieder gestärkt und sehr gut drauf bin.“

Centerfield: „Wie bereits erwähnt, war unser zweiter Innsbrucker Alex Kogler auch mit der Bundesligamannschaft in der Türkei. Wie sieht das Verhältnis zwischen unseren Schützlingen aus?“

Johannes: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, weil wir schon im Nationalteam zusammengespielt haben. Wir hatten immer viel Spaß zusammen und in Innsbruck haben wir uns auch gleich wieder gut miteinander verstanden. Die Freundschaft war von Anfang an eine sehr gute.“

Centerfield: „In den vergangenen Jahren wurdest du mehrmals von schwerwiegenden Verletzungen gebremst. Siehst du den Wechsel nach Tirol nun als Belohnung nach den Rückschlägen und der anschließenden harten Arbeit in den letzten Jahren?“

Johannes: „Auf jeden Fall. Ich habe schwierige Zeiten durchlebt und habe zwei Jahre lang kein einziges Spiel absolviert, was für einen Fußballer so ziemlich das schlimmste ist. Nichtsdestotrotz habe ich mich gut zurückgekämpft und mit dem Wechsel zu FC Wacker Innsbruck einen tollen Schritt gemacht.“

Centerfield: „Abschließend würde uns noch interessieren, was du nun mit Wacker Innsbruck vorhast?“

Johannes: „Vieles. Ich freue mich, dass ich diese Herausforderung angenommen habe. Das nächste Ziel ist es, das untere Playoff gut abzuschließen und dann schauen wir weiter, was noch möglich ist.“

Centerfield: „Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und alles Gute für die Zeit in Innsbruck!“

Interview mit Dino Kovacec (WSG Wattens)

Bevor die Frühjahrssaison 2019 losgeht, haben wir uns mit Dino Kovacec von WSG Wattens über seine erste Saison in Tirol und die Saison 2018/19 unterhalten.

Centerfield: „Zu Beginn möchten wir einen kurzen Rückblick zur Saison 2017/18 machen. Wie würdest du deine erste Saison in der 2. Liga beschreiben?“

Dino: „Meine erste Saison hier war schwer, da es meine erste Profisaison war. Mir war wichtig, dass ich viel spiele, was ich mit 32 Einsätzen auch erreicht habe. Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass ich mich ständig weiterentwickle. Diese Saison ist es für mich schon viel einfacher und besser.“

Centerfield: „Die Mannschaft der WSG Wattens tritt in dieser Saison ganz anders auf. Worin siehst du den Unterschied zur vergangenen Saison?“

Dino: „Ich glaube, dass wir einfach nicht mehr so unnötige Tore bekommen, hinten einfach viel kompakter stehen. Wir haben einen guten Lauf und vorne machen wir wichtige Tore.“

Centerfield: „War es bereits vor der Saison das Ziel des Vereins, vorne mitzuspielen?“

Dino: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den 1. Platz erreichen wollen. Derzeit läuft es sehr gut und wir wollen so weitermachen. Wir haben 20 sehr gute Spieler. Wenn ein Spieler ausfällt, können wir den Verlust sehr gut kompensieren. Ich sage immer, 11 Spieler gewinnen ein Spiel, aber ein guter Kader gewinnt eine Meisterschaft.“

Centerfield: Nach der Herbstsaison steht ihr nun am 1. Tabellenplatz und seid sowohl Herbstmeister als auch Winterkönig der 2. Liga. Was ist euer Ziel für die 2. Hälfte der Saison 2018/19?“

Dino: „Das Ziel ist, dass wir den Tabellenplatz halten und nächstes Jahr in der Bundesliga spielen. Wenn wir als Team so auftreten, wie wir es im Herbst getan haben, steht dem nichts im Wege.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview und alles Gute für das bevorstehende Frühjahr!”

Interview mit Peter Haring (Heart of Midlothian)

Während unseres Aufenthaltes in Edinburgh haben wir uns mit unserem Legionär Peter Haring von Heart of Midlothian unterhalten. In unserem Gespräch haben wir einen kleinen Rückblick nach Ried gemacht, uns über den sehr erfolgreichen Start in Schottland und über die Möglichkeiten in der Saison 2018/19 unterhalten. 

Centerfield: „Lass uns einen kurzen Blick in die Vergangenheit machen. Am 25. Mai 2018 stand für dich und deinen ehemaligen Klub, SV Ried, das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Bundesliga statt. Vor unseren Augen habt ihr Kapfenberg 7:1 geschlagen, was aber aufgrund des Ergebnisses im Parallelspiel für den 3. Tabellenplatz nicht gereicht hat. Deine Reaktion nach dem Spiel war sehr emotional. Kannst du kurz zusammenfassen, was genau passiert ist und was schlussendlich ausschlaggebend dafür war, dass euch die Chance auf den Aufstieg verwehrt blieb?“

Peter: „Das Jahr in Ried war generell ein sehr turbulentes, schweres Jahr, aber gleichzeitig auch sehr lehrreich. In der Hinrunde ist es eigentlich sehr gut gelaufen. Uns wurde von allen Seiten die Favoritenrolle zugeschoben, wir haben diese aber auch angenommen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir in der vergangenen Saison den besten Kader der Liga und auch die beste Mannschaft gehabt haben. In der Hinrunde hat es schwer danach ausgesehen, als würden wir das auch bestätigen und schaffen. In der Rückrunde war es dann aber so, dass wir die Leistung aus verschiedensten Gründen nicht mehr bestätigen konnten. Man kann sehr lange darüber diskutieren, woran es genau gelegen hat, dass wir es nicht geschafft haben. Gegen Ende der Saison hat es immer schlechter ausgeschaut, aber wir haben alle bis zum Schluss noch daran geglaubt und gekämpft, weil es das Ziel des gesamten Vereins war, wieder in die Bundesliga aufzusteigen und wir bis zum letzten Spiel gegen Kapfenberg die theoretische Chance hatten, zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Nach dem Schlusspfiff gegen Kapfenberg war es trotz des Sieges ein schwerer Schlag. Die Enttäuschung war sehr groß, auch wenn man sich in gewisser Weise darauf vorbereiten hat können, auch wenn die Hoffnung sehr groß war.“

Centerfield: „Nach der enttäuschenden Saison 2017/18 erhieltst du einen Anruf von Heart of Midlothian, die dich unbedingt in ihren Reihen haben wollten. Du hast dich für den Schritt ins Ausland entschieden und zeigst Woche für Woche unglaubliche Leistungen. Wie ist es zu diesem Transfer gekommen und wie gefällt es dir bei deinem neuen Verein?“

Peter: „Es war so, dass ich natürlich immer eng mit Otmar im Kontakt war und dann auch beschlossen habe, wenn ich schon die Möglichkeit habe, aus meinem Vertrag auszusteigen, ich das auch machen möchte. Ich wollte eine neue Herausforderung suchen und den nächsten Schritt machen. Otmar hat mich noch während meines Urlaubs informiert und mir gesagt, dass Interesse von Hearts besteht und mich gefragt, was ich davon halte bzw. ob mich die Aufgabe reizen würde. Ich bin im Urlaub nach Edinburgh geflogen, habe mir das Umfeld angeschaut und den Trainer kennenglernt. Nach den Gesprächen, die voll positiv waren, war für mich ganz klar, dass ich das machen möchte.“

Centerfield: „Würdest du sagen, dass du dich nach jahrelanger, sehr harter Arbeit und einigen Rückschlägen mit dem Wechsel nun selbst belohnt hast?“

Peter: „Ja, ich glaube schon, dass ich einige Rückschläge verkraften musste und dass ich schon in den letzten Jahren hart dafür gearbeitet habe. Man muss einfach manchmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ein bisschen Glück gehört dann auch dazu. Das ist immer so, vor allem im Fußball. Ich sehe das aber natürlich so, dass es ein großer Step ist, der mir im Sommer gelungen ist. Es ist ein unglaublich geiles Gefühl, wenn du vor allem bei Heimspielen vor dem Anpfiff ins Stadion gehst und ich sehe das volle Stadion mit 20.000 Zuschauern. Ich denke mir da noch immer, wie geil das ist, da jetzt zu sein und genieße es sehr.“

Centerfield: „Wie bereits erwähnt, trumpfst du in Schottland gerade total auf. In der Liga und im Cup hast du in 19 Spielen insgesamt 5 Tore erzielt und 3 weitere vorbereitet. Zudem wurdest du bereits mehrmals zum Man of the Match ernannt. Was passiert gerade?“

Peter: „Ich habe mich sehr schnell eingelebt. Seitens des Trainers und des restlichen Trainerteams habe ich von Anfang an das Vertrauen gespürt. Ich habe schon in der Vorbereitung sehr viele Einsatzminuten bekommen. Dann im ersten Spiel haben wir in Hamilton gespielt und sind ganz schlecht in das Spiel hineingekommen. Ich habe dann den Ausgleich erzielt und in der zweiten Halbzeit noch ein zweites Tor erzielt. Seitdem sind wir als ganze Mannschaft auf einer Erfolgswelle geschwommen, weil einfach das Selbstvertrauen sehr groß war. Vor allem nach der zweiten Runde, in der wir Celtic geschlagen haben, hat uns das die Augen geöffnet. Wir haben gesehen, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind und selbstbewusst spielen können.“

Centerfield: „Wie kommen deine Leistungen bei den Fans und im Verein an?“

Peter: „Sehr gut natürlich. Vor allem, dass ich als defensiverer Spieler bereits so viele Tore erzielt habe, hat auch niemand so richtig erwartet. Vor allem habe ich das nicht erwartet. Ich habe heuer schon mehr Tore gemacht, als im ganzen letzten Jahr. Aufgrund meiner Tore ist es nun auch so, dass man auf der Straße erkannt wird und man gebeten wird, Selfies mit den Fans zu machen. Die Stimmung in der Stadt ist sehr euphorisch.“

Centerfield: „Du wurdest von Hearts als Innenverteidiger verpflichtet, bekleidest aber regelmäßig die Position des 6ers. Auf welcher der beiden Positionen kannst du deine Stärken besser ausspielen?“

Peter: „Nachdem ich die letzten drei Jahre fast ausschließlich in der Innenverteidigung gespielt habe, habe ich mich auch mit der Position angefreundet gehabt, was aber zu Beginn noch schwieriger war, weil ich davor immer im Mittelfeld gespielt habe. Dass der Positionswechsel so zustande gekommen ist, war für mich schon etwas überraschend, weil ich aus den Gesprächen mit dem Trainer herausgehört habe, dass er schon ganz klar mit mir als Innenverteidiger plant, was auch für mich logisch war. Ob ich nun als Innenverteidiger oder 6er besser bin, weiß ich nicht. Da scheiden sich auch die Meinungen, aber es ist so, dass es mir im Mittelfeld mehr Spaß macht.“

Centerfield: „Das Ziel des Vereins ist es, hinter Celtic Glasgow und Glasgow Rangers einen dritten Topklub im schottischen Fußball zu stellen und international vertreten zu sein. Nach sieben Runden steht ihr am ersten Tabellenplatz und habt unter anderem Celtic daheim geschlagen. Was ist tatsächlich möglich in dieser Saison?“

Peter: „Ich tue mir noch schwer dabei zu sagen, was möglich ist. Die zwei Vereine aus Glasgow haben zu Beginn der Saison noch unter deren Möglichkeiten gespielt. Ich glaube, wir sollten nicht daran denken, was sein kann, sondern sollten schauen, dass wir jedes Spiel nehmen wie es kommt. So werden wir mit Sicherheit am erfolgreichsten spielen.“

Centerfield: „Du bist aktuell mehr als 2.000 km von zuhause entfernt. Wie ist der Kontakt in die Heimat und wie verbringst du deine freien Stunden in deinem neuen Zuhause?“

Peter: „Ich habe immer sehr viel Besuch. Es ist immer jemand da von meiner Familie. Ich war noch gar nicht so viel alleine, seitdem ich hierhergezogen bin. Das ist jetzt aber natürlich mit der Zeit mehr geworden. Wie ich in Vorarlberg gewohnt habe, war es im Prinzip genauso, wie es jetzt in Edinburgh ist. Ich war kaum zuhause. Mit dem Zug habe ich sieben Stunden nachhause gebraucht. Jetzt brauche ich mit dem Flieger drei Stunden, daher ist da noch so viel Unterschied, außer die Sprache, aber die war in Vorarlberg auch nicht leichter.“

Centerfield: „Wie sieht dein Ziel in dieser Saison aus?“

Peter: „Ich bin happy, dass es für mich persönlich so gut läuft. Ich habe – außer während meiner kurzen Verletzungspause – noch keine Pflichtspielminute verpasst. Das sagt meiner Meinung nach schon sehr viel aus. Jetzt hoffe ich einfach, dass es so weitergeht. Ich möchte so viele Spiele wir möglich machen und dann kommt die Entwicklung von selbst.“

Centerfield: „Wir wünschen dir alles Gute für die kommenden Spiele und hoffen, bald wieder einige Tore von dir zu sehen!”

Interview mit Daniel Schöpf (Floridsdorfer AC)

Wir haben uns mit Daniel Schöpf vom Floridsdorfer AC über seine bisherige Karriere, sein Auslandsengagement in Deutschland und seine Tipps für junge Fußballer unterhalten.

Centerfield: „Nachdem du im Nachwuchs von Austria Wien gespielt hast, warst du im Dressvon FC Lustenau, SCR Altach und SC Wiener Neustadt zu sehen. Im Anschluss konntest du bei SSV Jahn Regensburg deine erste Auslandserfahrung machen. Wie war der Schritt nach Deutschland und wie war für dich der Unterschied zwischen dem österreichischen und demdeutschen Fußball?“

Daniel: „Im Vergleich zwischen Österreich und Deutschland ist zu erkennen, dass dieTrainingsintensität in Deutschland viel höher ist. Es wird wirklich in jedem Training Vollgas gegeben. In Deutschland wird auf jeden Pass geachtet und geschaut, dass die Qualität hoch ist. Das, sowie die Intensität in den Spielen selbst, die aus den harten Trainings resultiert, ist mir am meisten aufgefallen.“

Centerfield: „Hast du noch Kontakt zu deinen ehemaligen Mannschaftskollegen, diemomentan in der 2. Deutschen Bundesliga auf Torjagd gehen?“

Daniel: „Ja, meinem ehemaligen Teamkollegen Mavin Knoll habe ich anlässlich seines Wechsels zu FC St. Pauli im Sommer 2018 und zu seinem ersten Tor (Anm. Freistoßtor gegen Magdeburg in der 1. Runde) gratuliert. Außerdem habe ich mich vor kurzem mit Kolja Pusch, der nun beim 1. FC Heidenheim spielt, auf einen Kaffee getroffen, wie er für ein paar Tage inWien war. So etwas ist natürlich immer sehr nett.“

Centerfield: „Nun bist du beim Floridsdorfer AC unter Vertrag und bist bereits einige Male in der Startelf gestanden. Wie ist das Gefühl, zurück in der Heimat zu sein und was sind deineAufgaben bei deinem neuen Verein?“

Daniel: „Grundsätzlich bin ich sehr froh und dankbar dem FAC gegenüber, dass mir derVerein nochmals eine Chance gegeben hat, obwohl ich mehr als ein Jahr grobe Probleme mit der Achillessehne hatte. Nach der schwierigen Zeit nochmals die Chance zu bekommen, Profiluft zu schnuppern, ist nicht so leicht und absolut nicht selbstverständlich – dafür möchte ich dem Verein recht herzlich danken. Dadurch, dass ich der zweitälteste Spieler bin, liegen meine Aufgabe vor allem darin, die Jungs im Spiel zu dirigieren sowie zu leiten undden jungen Spielern bei ihrem nächsten Schritt zu helfen.“

Centerfield: „Machen wir nun einen Blick in die Zukunft. Was hast du in dieser Saison mitdem FAC vor und wie sehen deine Pläne für die nächsten Jahre aus?“

Daniel: „In dieser Saison möchte ich so viele Spiele wie möglich bestreiten und das am besten regelmäßig über 90 Minuten. Außerdem möchte ich in der Scoringwertung weiter nach vorne rutschen. Mit dem Verein selbst würde ich gerne nichts mit dem Abstieg zu tun haben, wofür 40 Punkte genügen werden. Wenn wir diese Punkteanzahl erreichen, haben wir mit Sicherheit einen guten Polster. In der Vergangenheit habe ich gelernt, dass man nichts planen kann. In Wahrheit nehme ich jetzt alles so, wie es kommt und freue mich überjedes Jahr, indem ich Fußball spielen kann.“

Centerfield: „Abschließend würde uns noch interessieren, was du – als erfahrener Spieler – unseren jungen Athleten auf den Weg mitgeben würdest, um eine erfolgreiche Zukunft alsProfifußballer zu haben?“

Daniel: „Die kurze Zeit, die man als Fußballer hat, sollten die Spieler wirklich Tag für Tag nutzen, indem sie zum Beispiel selbstständig in die Kraftkammer gehen und nach dem Training Extraeinheiten schieben. Die harte Arbeit wird sich dann irgendwann auszahlen und man wird für die vielen anstrengenden Stunden belohnt.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die restliche Saison 2018/19!”

Interview mit Fatih Ekinci (SV Leobendorf)

Wir haben uns mit Fatih Ekinci (SV Leobendorf) getroffen und mit ihm über seine erste Saison in der Regionalliga Ost, seinen Wechsel zu SV Leobendorf, seine doppelte Staatsbürgerschaft (Anm. Österreich und Türkei) und die Erfahrung, gegen einen Bundesligisten zu spielen, gesprochen. 

Centerfield: „In der vergangenen Saison bist du im Dress des ehemaligen FC Karabakh Wien aufgelaufen. Wie sieht deine Bilanz zu deiner ersten Saison in der Regionalliga Ost aus?“

Fatih: „Für mich war es sehr wichtig, in der Regionalliga Fuß zu fassen. Der sportliche Unterschied zwischen der Wiener Stadtliga und der Regionalliga ist sehr groß. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der letzten Saison, da ich in einer Mannschaft, die qualitativ sehr gut besetzt war und sehr viele namhafte Spieler in ihren Reihen hatte, viel Spielzeit bekommen habe.“

Centerfield: „Seit dem Sommer 2018 spielst du nun für den niederösterreichischen Regionalligisten SV Leobendorf. Dort hast du dich sofort bewiesen und dir deinen Platz in der Startelf erkämpft. Wie gefällt es dir in Leobendorf?“

Fatih: „Mir gefällt es gut. Die Mannschaft hat mich nach meinem Wechsel sehr gut aufgenommen. Für mich ist es sehr wichtig, ein gutes Umfeld, eine tolle Infrastruktur und gute Trainingsbedingungen zu haben und das wird einem Fußballer vom sehr professionell geführten SV Leobendorf geboten. Die Zuschauer stellen sowohl in Heim- als auch in Auswärtsspielen einen tollen 12. Mann dar und lassen uns Spieler nie im Stich. Die Mannschaft hat in den ersten 11 Spielen 21 Punkte geholt und tolle Leistungen gezeigt, was unser Mannschaftsziel – über die gesamte Saison vorne mitzuspielen und am Ende in der Tabelle unter den ersten drei Teams zu sein – bestätigt. Der Vorstand hat uns vor der Saison mitgeteilt, dass wir am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz erreichen sollen, wir Spieler sind aber der Meinung, dass wir mit unseren Qualitäten noch mehr herausholen können. SV Leobendorf hat eine sehr starke Mannschaft mit erfahrenen und jungen, aufstrebenden Spielen. Wir haben ein riesiges Potenzial und werden uns von Spiel zu Spiel steigern, um am Ende der Saison weit oben zu stehen.“

Centerfield: „Die Saison ist noch jung und ihr habt noch sehr viele Spiele vor euch. Wie sieht dein persönliches Ziel für die Saison 2018/19 aus?“

Fatih: „Für mich steht das Mannschaftsziel absolut im Vordergrund. Ich möchte mit der Mannschaft ganz oben mitspielen. Meine persönlichen Ziele sind natürlich jedes Spiel über 90 Minuten zu bestreiten und so wenig Gegentore wie möglich zu erhalten. Außerdem habe ich mir vor der Saison ein ganz besonderes Ziel überlegt. Ich möchte bis zum Ende der Saison wettbewerbsübergreifend mindestens sieben Tore erzielen. Bis dato habe ich es leider noch nicht geschafft, ein Tor zu erzielen, habe aber dank meiner Gefährlichkeit bei Standardsituationen bereits mehrmals unter Beweis stellen können, dass dieses Ziel erreichbar ist.“

Centerfield: „Du besitzt sowohl die österreichische als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Wenn diese beiden Länder in einem wichtigen internationalen Spiel aufeinandertreffen und du eine der beiden Mannschaften anfeuern würdest, welche wäre das?“

Fatih: „Beide Länder liegen mir sehr am Herzen. In der Türkei liegen meine Wurzeln, Österreich ist aber etwas ganz Besonderes für mich. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, habe meine Kindheit in Österreich verbracht. Ich würde mir wünschen, dass es ein spannendes Spiel wäre und am Ende sollte der bessere gewinnen.“

Centerfield: „In der 2. Runde des UNIQA ÖFB Cup seid ihr trotz einer starken Leistung gegen den Bundesligisten SCR Altach ausgeschieden. Wie war es für dich, erstmals gegen einen Bundesligisten anzutreten und was hat euch gefehlt, um die Vorarlberger zu schlagen?“

Fatih: „Genau für solche Spiele spielt man Fußball. Es war ein schönes Gefühl und eine gute Erfahrung vor solch einer Kulisse gegen eine Bundesligamannschaft zu spielen. Leider ist das Ergebnis nicht zu unseren Gunsten ausgefallen, aber ich glaube, wir haben uns trotzdem sehr gut geschlagen. Die größten Unterschiede lagen im Tempo sowie in der physischen Verfassung. Es ist etwas anderes, wenn man sich tagtäglich ausschließlich auf den Fußball konzentriert und sein Leben darauf ausrichtet, immer für seinen Sport da zu sein. Wir gehen vormittags arbeiten und können unseren Fokus erst nach der Arbeit auf den Fußball richten. Insgesamt hoffe ich, dass dies nicht mein letzter Auftritt gegen eine Bundesligamannschaft gewesen ist.”

Centerfield: “Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute beim SV Leobendorf!”

Interview mit Alexander Kogler (FC Wacker Innsbruck II)

Wir haben uns zu Beginn der Saison 2018/19 mit unserem Rückkehrer Alexander Kogler getroffen, um mit ihm über seinen Wechsel nach Tirol, die 2. Liga, seine Saisonziele und seine neue, alte Heimatstadt zu sprechen

Centerfield: „Nach deinem Auslandsengagement in Ingolstadt läufst du nun wieder für einen österreichischen Verein auf. Was hat dich zu deinem Wechsel in deine Heimat bewegt?“

Alexander: „Ich denke, dass es in Innsbruck tolle Möglichkeiten gibt, da die erste Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen ist und die zweite Mannschaft somit spielberechtigt für die neue 2. Liga ist. Ich glaube, dass diese Kombination toll ist, um sich als junger Spieler weiterzuentwickeln, sich zu präsentieren und diese tolle Plattform für künftige Auftritte zu nutzen. Ich freue mich sehr auf diese Saison und denke, dass diese Liga sehr spannend sein wird.“

Centerfield: „Du läufst seit dem Beginn der Saison 2018/19 im Dress der Innsbrucker auf und wirst vorerst in der zweiten Mannschaft des Bundesligisten eingesetzt. Welche Aspekte sprechen für den Tiroler Traditionsverein?“

Alexander: „Ich finde die Fans, die Atmosphäre im Verein, die Stadt selbst und die Tatsache, dass Innsbruck ein Traditionsverein ist, einfach super und optimal dafür, meine Ziele zu erreichen.

Centerfield: „Die Amateure der Innsbrucker spielen seit dieser Saison in der neuen zweiten Liga. Wie stark schätzt du die Liga ein und was ist euer Saisonziel?“

Alexander: „Ich war zu Beginn der Saison sehr gespannt, wie stark die Liga tatsächlich sein wird. Es treten sehr viele tolle Mannschaften gegeneinander an. Ich finde es super, dass wir starke Gegner wie beispielsweise SV Ried haben und gleichzeitig auch junge Mannschaften wie die FC Juniors OÖ und die Young Violets Austria Wien vertreten sind. Ich denke, dass diese Kombination aus Erfahrung und Jugend ausschlaggebend für eine sehr spannende Saison sein wird. Das Ziel der Mannschaft ist es, in der Liga zu bleiben und so viele Siege, wie möglich, einzufahren. Ich persönlich will viele Tore schießen, eine wichtige Rolle in der Mannschaft spielen, gute Leistungen bringen und einen Einsatz in der Bundesliga haben.“

Centerfield: „Hast du dich schon gut eingelebt in deiner neuen Heimatstadt?“

Alexander: „Innsbruck ist für mich alles andere als neu, da ich in Innsbruck und in Klagenfurt aufgewachsen bin. Ich kenne mich hier schon aus, habe seit meiner Rückkehr schon sehr viele Leute wiedergesehen und kenne auch den Verein schon ein bisschen. Bereits in der Jugend habe ich bei Wacker Innsbruck gespielt und mich dadurch sofort wohlgefühlt. Die Umgebung ist optimal, weshalb ich mich auch schon sehr gut eingelebt habe.“

Centerfield: “Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und eine tolle, verletzungsfreie Saison 2018/19 bei Wacker Innsbruck II wünschen wir dir, Alex!”

Interview mit Piotr Pawlowski

Wir haben uns am Ende der Saison 2017/18 mit unserem Schützling und Fitnesscoach Piotr Pawlowski über seinen Weg nach Österreich, die beiden Meistertitel, die er mit SV Mattersburg holen konnte und seine Tätigkeit als Personal Trainer unterhalten. 

Centerfield: „Du kommst ursprünglich aus Polen, wo du einmal für die U17 des Nationalteams aufgelaufen bist. Wie ist es dazu gekommen, dass du nun seit dreieinhalb Jahren in Österreich als Fußballer tätig bist?“

Piotr: „Ich habe in der U18 eines großen Bundesligavereins in Polen gespielt und nebenbei maturiert. Nach der Matura wusste ich nicht genau, wie ich weitermachen soll und bin daher mit meiner Freundin, die Verwandte in Österreich hat, in den Sommerferien hierhergekommen. Diese Entscheidung habe ich eigentlich ganz spontan getroffen und hat sich als eine sehr gute herausgestellt. Der Plan war, dass ich mich auf die Suche nach einem Verein mache, bei dem ich über den Sommer hinaus bleiben könnte. Falls dies nicht in Erfüllung gegangen wäre, hätte ich einfach schöne Sommerferien in Wien gehabt und wäre dann zurück nach Polen gegangen, um bei meinem ursprünglichen Klub weiterzuspielen. Innerhalb von einer Woche habe ich aber einen Verein gefunden, welcher 1. FC Simmering hieß und lebe nun seit dreieinhalb Jahren hier in Österreich.“

Centerfield: „Bevor du nach Österreich gekommen bist, hattest du noch keine Deutschkenntnisse. Wie hast du dir die neue Sprache beigebracht?“

Piotr: „Als ich nach Österreich gekommen bin, habe ich wirklich absolut kein Deutsch gekonnt und mich nur auf Englisch verständigt. Nach drei bis vier Monaten habe ich mir selbst gesagt, dass ich endlich Deutsch lernen muss und habe versucht mit meinen Teamkollegen Deutsch zu sprechen. Nebenbei habe ich insgesamt 20 Stunden mit einer Deutschlehrerin gelernt und intensiv bei den Gesprächen meiner Mitmenschen zugehört. Meine Einstellung, die Hilfe meiner Nachhilfelehrerin und meine Teamkollegen haben mir dabei geholfen, dass ich mich in kurzer Zeit schon problemlos auf Deutsch verständigen konnte.“

Centerfield: „Du hast nun drei Jahre beim SV Mattersburg gespielt. Wie blickst du auf die Zeit zurück?“

Piotr: „Die Chance, bei einem Verein wie Mattersburg zu spielen, hat mich sehr gereizt. In der letzten Saison haben wir den Meistertitel in der Burgenlandliga geholt, aber leider in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga Ost gegen die Amateure von SKN St. Pölten verloren. Im Jahr 2018 wollten wir wieder Meister werden und haben es geschafft.“

Centerfield: „Hast du dir persönliche Ziele für die Saison 2017/18 und dann weiterführend für die nächsten 2-3 Jahre gesetzt?“

Piotr: „Mein Hauptziel für die vergangene Saison war, dass ich zusammen mit meinen Teamkollegen nochmals den Meistertitel der Burgenlandliga hole. In den nächsten 2-3 Jahren würde ich gerne einen Profivertrag unterschrieben haben und für ein Bundesligateam auflaufen.“

Centerfield: „Neben deiner Karriere als Fußballer interessiert dich auch der Job als Fitnesstrainer. Wie ist es dazu gekommen?“

Piotr: „Ich war immer schon ein sehr fitter Spieler. Mein Vater hat Sport unterrichtet und sehr viel trainiert mit mir. Während meiner Zeit in Simmering war ich sehr oft im Fitnessstudio und habe verschiedene Übungen ausprobiert und sehr viel Zeit am Laufband verbracht. Nachdem es mir so viel Spaß gemacht hat, habe ich im Jahr 2015 die Ausbildung zum Personal Trainer gemacht. Im Jahr 2016 habe ich dann angefangen, als Fitnesstrainer in einem Fitnessstudio zu arbeiten. Dort konnte ich mich sehr stark weiterentwickeln und habe die erste Phase der Ausbildung zum National Strength and Conditioning Coach gemacht. Im Sommer starte ich mit der zweiten Phase und kann mich nach der positiven Absolvierung zertifizieren lassen. Nun habe ich mich entschieden, dass ich in Zukunft mit Profisportlern zusammenarbeiten möchte. Früher war es noch mein Hobby und heute möchte ich es zu meinem Nebenberuf machen.“

Centerfield: „Wie möchtest du versuchen, unsere Schützlinge in Zukunft im Fitnessbereich weiterzubringen?“

Piotr: „Ich versuche das Training individuell auf die Athleten anzupassen. Mir ist sehr wichtig, dass wir Verletzungen entgegenwirken können. Daneben konzentriere ich mich sehr auf Schnell- bzw. Maximalkrafttraining sowie Ausdauertraining. Je nachdem, wo ein Spieler Defizite hat, werde ich ansetzen.“

Centerfield: „Zum Abschluss interessiert uns noch, wie du die nächsten Jahre gestalten möchtest? Bleibst du in Österreich und arbeitest nach deiner Karriere als Fußballer weiterhin als Fitnesstrainer?“

Piotr: „Meine Verlobte und ich möchten in den nächsten Jahren auf jeden Fall in Österreich bleiben. Der Plan ist, dass ich – hoffentlich – in naher Zukunft einen Profivertrag bekomme und nebenbei eine eigene Firma gründe. Nach der Karriere würde ich am liebsten als Athletiktrainer einer Profimannschaft arbeiten.“

Centerfield: „Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute.“

Interview mit Albert Vallci (FC Wacker Innsbruck)

Bevor die neue Saison los geht, haben wir uns mit unserem Meister der Sky Go Erste Liga, Albert Vallci getroffen, um mit ihm über den Meisterabend gegen SV Ried, die Gründen, warum das große Ziel am Ende erreicht wurde und die großartigen Fans der Innsbrucker zu sprechen. 

Centerfield: „Herzliche Gratulation zum Meistertitel vom gesamten Team, Bertl! Kannst du den Abend des 12. Mai 2018 in ein paar Worten zusammenfassen?“

Albert: „Sehr schwer. Natürlich war das ein Wahnsinnsspiel. Vor der Saison war der Meistertitel das große Ziel des Vereins. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, haben aber von Anfang an ein super Mannschaftsklima gehabt und uns trotz der hohen Anzahl an neuen und vor allem jungen Spielern recht schnell gefunden. Vor allem in der Rückrunde hat man das dann auch sehr gut gesehen, indem beispielsweise die ganzen engen Spiele zumeist zu unseren Gunsten ausgegangen sind. Da kann man nicht immer nur von Glück sprechen. Das hängt eindeutig mit der charakterstarken Mannschaft zusammen. Ich glaube, das war ausschlaggebend dafür, dass wir am Ende ganz oben gestanden sind.“

Centerfield: „Was ist in dir vorgegangen, wie ihr nach dem Spiel gegen SV Ried aus den Kabinen gekommen seid und eine große Menschenmenge am Spielfeld auf euch gewartet hat?“

Albert: „So einiges. Wenn man da die ganzen Fans und die ganze Freude in deren Gesichtern sieht, ist das natürlich für jeden Spieler etwas Besonderes. Einen Meistertitel mit so einem unglaublichen Verein wie Wacker Innsbruck und deren tollen Fans zu feiern, ist unglaublich. Für ganz Tirol, für die Fans, für den Verein und für uns Spieler war der Moment großartig. Auf das haben wir alle zusammen hingearbeitet. Wenn man dann hinausmarschiert und der ganze Platz voll ist, ist das ein Wahnsinnsgefühl.“

Centerfield: „Was war deiner Meinung nach ausschlaggebend dafür, dass ihr am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle der Sky Go Erste Liga gestanden seid und den Meistertitel ausgerechnet gegen den Titelfavorit Nummer 1 geholt habt?“

Albert: „Das war natürlich auch etwas Besonderes, dass wir genau gegen Ried den Titel fixieren konnten. Wir haben vor der Partie kurz erfahren, dass Hartberg unentschieden gespielt hat und wir mit einem Sieg Meister wären. Ich glaube einfach, dass das gesamte Umfeld von jedem Mitarbeiter weg, vom Präsidenten, vom Sportdirektor, das gesamte Betreuerteam rund um uns Spieler und natürlich der Trainer einen großen Teil dazu beigetragen haben. Herr Daxbacher kennt jede Mannschaft in- und auswendig, weiß auf was es ankommt und hat uns immer super eingestellt. Jeder war für jeden da und jeder hat gewusst, dass wir das eine Ziel haben und hat es den eigenen Zielen untergeordnet.“

Centerfield: „Eure Fans haben euch die ganze Saison über begleitet und euch von Spiel zu Spiel unglaublich angefeuert. Was bedeutet es für einen Spieler, solche Fans im Rücken zu haben?“

Albert: „Das ist das Größte, was man als Spieler haben kann. Wenn man für so einen Verein und vor solchen Fans auflaufen darf, spielt man gleich ganz anders. Man weiß, dass hinter einem eine große Menschenmenge steht. Nicht nur bei unseren Heimspielen, sondern auch auswärts sind die Fans dabei und feuern uns Spieler an. Wir spüren die Fans und bekommen bei engen Spielen die zweite Luft. Ich glaube, dass die Fans ein ganz großer Faktor dafür waren, dass wir den heurigen Meistertitel nach Tirol geholt haben.

Centerfield: “Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und alles Gute für die Bundesliga!”

Interview mit Jakob Jantscher (SK Sturm Graz)

Wir haben uns mit Jakob Jantscher vom aktuellen österreichischen Cupsieger (Sturm Graz) getroffen, um uns über seine diversen Auslandsstationen, die Rückkehr zu den “Schwoazen”, den Unterschied der österreichischen Bundesliga zwischen damals und heute, seinen Auftritt bei der EM 2016 in Frankreich und seine Familie zu unterhalten. 

Centerfield: „Auf deinem Weg zurück zu Sturm Graz hast du sowohl in Russland, in den Niederlanden, in der Schweiz und in der Türkei Halt gemacht. Was konntest du in diesen verschiedenen Stationen für deine Aufgabe in Graz und für dein weiteres Leben mitnehmen?“

Jakob: „Mitnehmen kann man natürlich von allen Ländern sehr viel. Wenn man von Österreich nach Russland geht, ist das für die Persönlichkeit etwas Besonderes, weil das Drumherum ein großer Unterschied zu Österreich ist. Sportlich ist es natürlich auch sehr interessant. Vor allem das erste Jahr in Russland war ein spannendes, weil ich gemerkt habe, dass ich auch im Ausland mit starken Mitspielern und Gegnern sehr gut mithalten kann. In meinen Jahren im Ausland bin ich sicher persönlich sehr stark gereift, konnte aber auch sportlich einiges für meine Zukunft mitnehmen und durfte tolle Erfahrungen machen.“

Centerfield: „Nach 7,5 Jahren bist du nun nach Graz zurückgekommen und läufst erneut für deinen Heimatverein auf. Wie fühlt es sich an, endlich wieder ein „Schwoaza“ zu sein?“

Jakob: „Das fühlt sich natürlich sehr gut an. Es war wirklich eine lange Zeit, in der ich von Graz und natürlich auch von meinen Freunden und meiner Familie weg war, die sich sehr freuen, dass ich nun wieder in der Steiermark bin. Für mich ist meine Rückkehr sehr besonders, weil hier alles angefangen hat und ich nun gegen Ende meiner Karriere wieder in meiner Heimat spielen darf. Ich bin auch von der Mannschaft super aufgenommen worden, weshalb es sich angefühlt hat, als ob ich immer dabei gewesen wäre. Nun hoffe ich, dass ich in den nächsten drei Jahren – so lange läuft mein jetziger Vertrag in Graz – neben dem Cupsieg noch so viele Titel wie möglich sammeln kann.“

Centerfield: „Bevor du den Schritt ins Ausland gewagt hast, bist du für zwei Saisonen beim FC Red Bull Salzburg aufgelaufen, wo du 2x österreichischer Meister, 1x österreichischer Cupsieger und 1x Torschützenkönig geworden bist. Du kennst die österreichische Bundesliga also ziemlich gut. Gibt es deiner Meinung nach Unterschiede zwischen damals und heute?

Jakob: „Das ist sehr schwierig zu sagen. Ich glaube, der größte Unterschied ist, dass früher bei den größeren Vereinen noch einige Stars aufgelaufen sind. Wenn man zum Beispiel die Entwicklung von Red Bull Salzburg hernimmt, ist zu erkennen, dass es heute ganz anders ist als früher. Vor einigen Jahren wurden noch ältere Spieler aus dem Ausland geholt. Heute werden nur mehr ganz junge Spieler verpflichtet. Meiner Meinung nach ist das von der Idee her ein großer Unterschied. Es ist aber auch so, dass früher unter anderem bei den beiden Wiener Vereinen Spieler gespielt haben, die qualitativ ein Wahnsinn waren und auf die sehr viele Spieler aufgeschaut haben. Grundsätzlich glaube ich aber doch, dass sich das schön langsam alles in Richtung Jugend entwickelt hat, was ich auch gut finde. Das sollte der Weg der österreichischen Liga sein.“

Centerfield: „Du durftest im Laufe deiner Karriere 23 Mal für das A-Nationalteam auflaufen. Unter anderem warst du bei der EM 2016 in Frankreich dabei und bist dort zu einem Einsatz gegen Island gekommen. Wie hast du die EM miterlebt und wie war das Gefühl für dich, bei einem Großereignis für dein Land anzutreten?“

Jakob: „Über meine Nominierung bei der EM 2016 erzähle ich natürlich immer gerne, weil es etwas ganz Besonderes war. Das ganze Drumherum war sehr gigantisch. Für mich war es nicht nur ein Erlebnis, weil ich gegen Island spielen durfte, sondern einfach die ganzen Erlebnisse rund um die drei EM-Spiele, wie man behandelt wurde, die tollen Hotels, jedes Mal von A nach B zu fliegen und die riesige Aufmerksamkeit, die auf unsere Mannschaft gerichtet war, waren beeindruckend. Es war unglaublich, die Euphorie im ganzen Land zu spüren und zu sehen, wie viele Leute in den Stadien vor Ort waren. Das war schon richtig geil. Leider haben wir es sportlich nicht so hinübergebracht, wie wir uns das vorgestellt haben, aber trotzdem ist es für mich persönlich ein absolutes Highlight, dass ich in Frankreich dabei war. Wenn du als Österreicher bei einer EM nominiert wirst, ist das sicherlich sehr besonders und definitiv nichts Alltägliches.“

Centerfield: „Du bist verheiratet und Vater einer Tochter. Wie vereinbarst du dein Privatleben mit dem Profisport? Bleibt genügend Zeit für deine zweijährige Tochter übrig?“

Jakob: „Das geht ziemlich einfach, weil meine Familie für mich eine Art Rückzugsgebiet ist, indem ich mich sehr gut erholen und optimal relaxen kann. Mit meiner Frau bin ich schon wirklich sehr lange zusammen. Wir gehen mittlerweile auf das zwölfte Jahr zu. Das heißt, dass sie alles miterlebt hat, was ich auch erleben durfte, da sie auch im Ausland überall dabei war. Das ist etwas, das mir sehr wichtig ist, weil es mir einen guten Halt gibt. Wenn ich dann eine Person habe, die immer bei mir ist und dann auch noch meine kleine Tochter sehe, fühle ich mich sehr wohl. Zu meiner Frau habe ich so ein gutes Verhältnis, dass ich mich bei ihr zurücklehnen und mit ihr offen sprechen kann, wenn etwas nicht passt. In meinen Augen ist das sehr entscheidend für einen Fußballer, wenn er einen Ruhepol hat und für mich ist dieser auf jeden Fall meine Familie. Die kleine Tochter ist mittlerweile zwei Jahre alt und im August kommt unser Sohn zur Welt, was bedeutet, dass wir bald ziemlich perfekt aufgestellt sind. Ich möchte meiner Frau ein riesiges Lob aussprechen, da sie das alles mit Bravour meistert, vor allem auch mit unserer Tochter.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute in Graz!”

Interview mit Andreas Tatschl (SV Lafnitz)

Am Ende der Saison 2017/18 haben wir in einem Gespräch mit Andreas Tatschl, der mittlerweile beim SV Lafnitz spielt, erfahren, was für ihn die Unterschiede zwischen der Akademie und der Regionalliga sind, wie die Saison 2017/18 beim WAC für ihn verlaufen ist, wie die Schule mit dem Fußball zu vereinbaren ist und wie es ist, als junger Fußballer von zuhause wegzugehen.

Centerfield: „Du hast dich über die Akademie des WAC zu den Amateuren des Bundesligisten gekämpft. Wo siehst du die größten Unterschiede zwischen der Akademie und der Regionalliga?“

Andreas: „Der größte Unterschied ist, dass es sich nicht mehr um Kinder-, sondern um Erwachsenenfußball handelt. Es wird viel härter gespielt und man hat viel weniger Platz, was am Anfang sehr schwierig für einen jungen Spieler ist. Wenn man da hineingefunden hat, wird es von Spiel zu Spiel leichter.“

Centerfield: „In der vergangenen Saison bist du zu 14 Einsätzen gekommen. Dabei hast du zwei Tore erzielt und eines vorbereitet. Wie ist die Saison 2017/18 für dich verlaufen?“

Andreas: „Am Anfang war es sehr schwierig, weil ich mit dem hohen Tempo klarkommen musste. Von Einsatz zu Einsatz ist es besser geworden und dadurch war es dann leichter in die Regionalliga hineinzufinden. Mittlerweile ist es vom Tempo ganz normal. Die vergangene Saison ist gut gelaufen für mich.“

Centerfield: „Du bist sowohl auf der rechten Seite als auch im Sturm einsetzbar. Auf welcher Position fühlst du dich am besten aufgehoben?“

Andreas: „Im letzten Jahr wurde ich immer als Stürmer eingesetzt. Auf der Seite spiele ich aber auch gerne, weil ich sehr schnell bin. Dies ist auch der Grund, warum ich am liebsten über die rechte Außenbahn komme.“

Centerfield: „Welche Mannschaft würdest du dein Lieblingsteam nennen und aus welchem Grund?“

Andreas: „FC Barcelona, weil sie den Fußball revolutioniert haben und ein tolles System beherrschen. Sie haben offensiv sehr gute Spieler geholt, sodass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie wieder große Erfolge feiern.“

Centerfield: „Du trainierst auch mit unserem Athletikcoach Piotr. Habt ihr euch schon kennengelernt und wie funktioniert die Zusammenarbeit, da die Distanz zwischen euch (Anm. Piotr trainiert in Wien) so groß ist?“

Andreas: „Leider haben wir uns noch nicht persönlich kennengelernt. Auf der Basis unserer Telefonate und unseres E-Mail-Verkehrs hat mir Piotr Trainingspläne zusammengestellt, bei denen ich neben dem Training beim WAC und der Matura noch drei zusätzliche Einheiten absolvieren sollte. Nachdem wir einmal die Woche am Abend und sonntags immer trainingsfrei haben, konnte ich an den beiden Tagen den Vorschlag von Piotr umsetzen und zusätzlich noch einmal nach einem Training beim WAC in die Kraftkammer gehen.“

Centerfield: „Du kommst ursprünglich aus der Steiermark und spielst nun seit mehreren Jahren mehrere Kilometer von zuhause entfernt Fußball. Wie ist es für einen jungen Fußballer, von zuhause wegzugehen?“

Andreas: „Am Anfang war es sehr schwierig. Die Umstellung alleine zu sein, alleine zu kochen, sich ständig alleine zu beschäftigen und einfach nicht mehr den gesamten Freundeskreis um einen zu haben, war nicht leicht. Zu ein paar Freunden habe ich noch Kontakt, aber grundsätzlich hat sich der Freundeskreis hierher verlagert. Mit der Zeit ist das aber schon ganz normal geworden und ich bin froh, diesen Schritt gewagt zu haben.“

Centerfield: „Du hast in diesem Jahr die Matura erfolgreich abgeschlossen. Wie hast du es geschafft, den Sport und die Schule miteinander zu vereinbaren?“

Andreas: „Es war sehr stressig, weil wir schon in den neuen Lehrplan hineingefallen sind. Am Ende ist dann aber alles gut ausgegangen. Wir sind täglich um 15:00 nach Wolfsberg gefahren, haben trainiert und sind dann gegen 20:00 wieder in Klagenfurt angekommen. Zum Lernen blieb nicht viel Zeit, daher habe ich das Lernen oftmals auf das Wochenende verschoben. Insgesamt hat es sich aber ausgezahlt und der Schwierigkeitsgrad war vollkommen in Ordnung.“

Centerfield: „Abschließend würde uns noch interessieren, was du nach der Matura vor hast? Denkst du auch über ein Studium nach?“

Andreas: „Ich würde sehr gerne studieren – am liebsten Sportmanagment oder Jura. Mir ist es wichtig, dass ich mich neben meiner Fußballkarriere auch um meine Karriere danach kümmere.“

Centerfield: “Vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast und alles Gute für die Saison 2018/19!”

 

Interview mit Mario Pilz (SK Sturm Graz Amateure)

Am Ende der Saison haben wir uns mit unserem Schützling Mario Pilz über den Unterschied zwischen dem Akademiefußball und der Regionalliga, das Vereinbaren des Bundesheers mit dem Training und seine bisherigen Positionswechsel unterhalten.

Centerfield: „Du hast insgesamt 38 Spiele für die Akademiemannschaften von SK Sturm Graz absolviert und dabei neun Tore erzielt. Im Anschluss bist du in die zweite Mannschaft der Grazer hochgezogen worden. Wo liegen für dich die Unterschiede zwischen der Akademie und der Regionalliga?“

Mario: „Der größte Unterschied ist das höhere Niveau der Regionalliga, das sich in der Schnelligkeit des Spiels zeigt. Man hat nicht mehr so viel Zeit am Ball und muss immer vorausdenken.“

Centerfield: „Für die Regionalliga warst du unter Trainer Schopp bereits 10 Mal im Einsatz und konntest ein Tor vorbereiten. Wie waren die ersten Regionalligaspiele für dich?“

Mario: „Meine ersten Regionalligaspiele waren sehr aufregend für mich. Das erste Spiel in der Regionalliga war gegen Hartberg, welches wir leider verloren haben. Ich habe mich aber gleich sehr wohl gefühlt in der Liga. Mir hat das höhere Niveau gut gefallen, weil ich mich generell besser fühle, wenn ein Spiel schnell ist.“

Centerfield: „Du warst bis zum vergangenen Winter an den Regionalligisten SV Licht Loidl Lafnitz verliehen. Was konntest du von dem halben Jahr mitnehmen?“

Mario: „Die erste Mannschaft ist eine sehr gute Mannschaft und hat bereits in dieser Saison wie ein Team aus der ersten Liga gespielt. Es gibt einzelne Spieler, von denen ich mir sehr viel abgeschaut habe, konnte aber genauso viel vom Trainer der Steirer lernen. Insgesamt habe ich sicher sehr viel von Lafnitz mitgenommen“

Centerfield: „Du bist neben dem Training bei den SK Sturm Graz Amateuren auch beim Bundesheer. Wie kannst du den Sport mit dem Heer vereinen?“

Mario: „In der Grundausbildung habe ich mir sehr schwergetan, weil ich wenig Trainingseinheiten gehabt habe, aber nach der Grundausbildung funktioniert das Zusammenspiel sehr gut. Abgesehen vom Morgentraining kann ich bei jedem Training dabei sein. Man merkt aber schon, dass man beim Training eingeschränkter ist, weil man jeden Tag so früh aufstehen muss und noch eine zusätzliche Belastung hat.“

Centerfield: „Du bist vielseitig einsetzbar, was wir eindeutig zu deinen Stärken zählen. Wie würdest du weitere Stärken von dir definieren?“

Mario: „Meine Schnelligkeit und meine Torgefährlichkeit würde ich zu meinen weiteren Stärken zählen.“

Centerfield: „Früher warst du als Stürmer unterwegs. Wie ist es dazu gekommen, dass du nun vorwiegend als linker Außenverteidiger eingesetzt wirst? Auf welcher Position fühlst du dich am wohlsten?“

Mario: „Ich war früher Stürmer, bin aber in der Akademie zurück ins linke Mittelfeld gerückt. Vom linken Mittelfeld ging es nochmals eine Reihe nach hinten in die linke Außenverteidigung. Aufgrund meiner Schnelligkeit bin ich statt im Sturm vorwiegend auf der linken Seite eingesetzt worden. Der Ausflug in die linke Seite der Verteidigung ist dadurch entstanden, dass wir auf dieser Position keinen Spieler hatten und ich dann quasi einmal aushelfen musste. Nachdem ich sehr gut gespielt habe, wurde ich ab diesem Zeitpunkt auch als linker Verteidiger eingesetzt. Zu Beginn hat mich der erneute Positionswechsel ein wenig gestört. Mittlerweile macht es mir schon sehr viel Spaß auf dieser Position zu spielen, fühle mich aber auch nicht unwohl, wenn ich im Mittelfeld spielen darf.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dir einen guten Start in die Saison 2018/19!”

Interview mit Julian Küssler (SK Rapid Wien II)

Centerfield: „Du bist mit 15 Jahren in die Bundeshauptstadt zum SK Rapid Wien gekommen. Dort hast du in der U18 Akademiemannschaft begonnen, wo du in 40 Spielen 20 Tore erzielen konntest und hast nun deine zweite Saison für die zweite Mannschaft gespielt. Was war euer bzw. konkret dein Ziel für die Saison 2017/18?“

Julian: „Unser Ziel war auf jeden Fall, in der Liga zu bleiben, da wir sehr viele junge Spieler in unseren Reihen haben und in den letzten Jahren gesehen haben, dass die Regionalliga sehr stark ist. Der große Unterschied für die jungen Spieler ist, dass sie nun gegen routiniertere, ältere Männer spielen. Ich persönlich wollte mich in die Startelf zurückkämpfen und der Mannschaft so gut wie möglich helfen.“

Centerfield: “Beim Mercedes-Benz JuniorCup 2016 in Sindelfingen hast du nicht nur den Turniersieg mit der Nachwuchsauswahl von Rapid geholt, sondern bist mit sechs Toren bester Torschütze gewesen und als Draufgabe auch noch zum Spieler des Turniers gewählt worden. Wie war das Turnier in Sindelfingen für dich?”

Julian: “Das Turnier in Deutschland war eine tolle Erfahrung für mich. Auf der einen Seite war die einzigartige Stimmung in der Halle ein Wahnsinn und auf der anderen Seite waren unsere Gegner unglaublich. Spiele wie gegen Manchester United sind unglaublich und wird man so schnell nicht vergessen.”

Centerfield: “Bei einem Freundschaftsspiel im Frühjahr 2018 bist du zu deinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft des SK Rapid Wien gekommen. Das Spiel gegen Wiener Neustadt ging 1:0 verloren. Wie war das Gefühl für dich, erstmals bei den Profis eingesetzt zu werden?”

Julian: “Das Freundschaftsspiel in Wiener Neustadt war ein tolles Erlebnis für mich. Im Großen und Ganzen war es ein Spiel, welches mir stets in Erinnerung bleiben wird.”

Centerfield: „Wenn wir weiterdenken und über die Saison hinausschauen, wo siehst du dich dann in den nächsten zwei bis drei Jahren? Hast du ein primäres Ziel?“

Julian: „Das Wunschziel wäre, bei Rapid in der Profimannschaft zu spielen.“

Centerfield: „Am 11. Oktober 2015 hast du gegen die Ukraine dein Debüt im österreichischen Nationalteamdress gegeben. Seitdem hast du sowohl für die U18 als auch für die U19 gespielt und insgesamt ein Tor erzielt. Was bedeutet es für dich im österreichischen Nationalteam zu spielen?“

Julian: „Es war eine große Ehre für mich und ich hoffe, dass ich bald in der U21 Mannschaft dabei sein werde.“

Centerfield: „Insider haben uns berichtet, dass du einer der fittesten Schützlinge von Centerfield bist. Was machst du, um deinen Körper auch abseits des Trainings fit zu halten?

Julian: „Ich gehe gerne alleine in die Kraftkammer vor dem Training. Wenn wir trainingsfrei haben, führe ich zuhause selbstständig Übungen durch und gehe oft laufen.“

Centerfield: „Wo siehst du deine fußballerischen Stärken bzw. Defizite?“

Julian: „Defizite habe ich vor allem im defensiven 1-gegen-1 und am linken Fuß. Die Stärken liegen in der Schnelligkeit, im Abschluss mit dem rechten Fuß und in der Technik.“

Centerfield: „Bei SK Rapid II hast du schon Höhen und Tiefen erlebt. Du hast viele Spiele gewonnen, aber auch schon einige bittere Niederlagen eingefahren. Wie gehst du mit Niederlagen um?“

Julian: „Am Anfang bin ich immer sehr angefressen. In manchen Fällen dauert es den gesamten Abend, bis ich mich davon erholt habe. Dies ist vor allem passiert, wie wir mehrere Spiele hintereinander verloren haben. Man sehnt sich in solchen Situationen noch mehr nach den Erfolgen und versucht im Training automatisch noch mehr zu geben.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft!”

Interview mit Peter Haring (SV Ried)

Wir haben uns vor Saisonende mit Peter Haring (SV Ried) getroffen und uns gemeinsam über seinen bisherigen Werdegang, seinen Rückschlag bei Rapid, seinen aktuellen Verein, seine Stärken und Schwächen und sein Idol unterhalten.

Centerfield: „Du kommst aus der Jugend vom SK Rapid Wien und der AKA Burgenland und bist dann mit 19 Jahren zurück zu Rapid gegangen. Dort hast du in 3 Jahren 51 Spiele absolviert und dabei 4 Mal getroffen sowie 7 Tore vorbereitet. Durftest du in deiner Zeit beim österreichischen Rekordmeister auch bei den Profis dabei sein oder warst du nur bei den Amateuren?“

Peter: „Es war so, dass ich nach einem Jahr schon zum ersten Mal von Zoki Barisic, der damals Trainer der Kampfmannschaft war, zum Training von den Profis eingeladen worden bin. Da war ich ein halbes Jahr dabei. Ab dem darauffolgenden Sommer war fix eingeplant, dass ich regelmäßig bei den Profis bin. Leider habe ich mich nach ein paar Wochen schwerer verletzt und war über ein halbes Jahr außen vor. Nach meiner Rückkehr habe ich mich dann wieder bei den Amateuren einarbeiten müssen.“

Centerfield: „Nach den besagten 3 Jahren hast du von Wien ins Ländle zum SC Austria Lustenau gewechselt und dort in 2 Saisonen über 60 Spiele absolviert. Wie war das Debüt in der zweithöchsten Spielklasse für dich und was konntest du in den zwei Jahren mitnehmen?“

Peter: „Der Start bei Lustenau war sehr schwierig, weil ich nicht zu 100% fit hingekommen bin und dort auch immer wieder kleinere Probleme hatte. Dadurch habe ich zu Beginn einige Einsätze bei den Amateuren gehabt. Am 11. Spieltag habe ich dann zum ersten Mal von Beginn an in der Profimannschaft gespielt und dort bis zum Ende fast jede Partie absolviert. Generell waren es zwei sehr gute und wichtige Jahre in Lustenau. Nicht nur sportlich, sondern auch persönlich konnte ich sehr viel dazu lernen.”

Centerfield: „Seit dem Beginn der Saison 2017/18 bist du bei SV Ried unter Vertrag. Du hast dir sofort einen Stammplatz erarbeitet und hast im Spiel gegen deinen Ex-Verein, bei dem wir im Herbst live vor Ort waren, das erste Mal für die Innviertler eingenetzt. Wie gefällt es dir in Ried und was sagst du zu dieser Saison?“

Peter: „Das Einleben in Ried war sehr leicht, weil zu Beginn der Saison viele neue Spieler dazu gestoßen sind und ich auch schon einige Spieler, die auch aus Lustenau gekommen sind, kannte. Die Spieler, die bereits in Ried waren, haben uns ausnahmslos sehr gut aufgenommen und es war schon nach kurzer Zeit so, dass eine sehr gute Gruppendynamik entstanden ist. Nach einem sehr schwierigen Start im Herbst haben wir eine tolle Siegesserie hingelegt und sind als Tabellenführer in die Winterpause gegangen. Das Frühjahr ist nicht zufriedenstellend verlaufen, weshalb wir unser Ziel am Ende leider nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnten.“

Centerfield: „Kommen wir nun zu dir persönlich: Was sind deine Ziele für die nächsten 2-3 Jahren? Hast du konkrete Vorstellungen?“

Peter: „In erster Linie hoffe ich, dass ich gesund bleibe und meine Spiele machen kann. Dann ist es aber natürlich auch so, dass man schauen will, dass man so weit hinauf wie möglich kommt.“

Centerfield: „Wie würdest du deine Stärken und deine Schwächen definieren?“

Peter: „Meine Stärken sehe ich im Umgang mit dem Ball und meine Schwächen liegen eher im sportmotorischen Bereich. Der Schnellste war ich noch nie und werde ich auch nie werden. Ich glaube aber, dass man das als Innenverteidiger mit einem sehr guten Stellungsspiel problemlos kompensieren kann und das versuche ich auch in jedem Spiel.“

Centerfield: „Eine letzte Frage noch: Wenn man dir den Träum erfüllen würde, für einen Tag an der Seite deines Idols zu spielen, wer wäre das und warum?“

Peter: „Nachdem ich früher eher offensiv eingesetzt wurde, war mein Idol immer Zinedine Zidane. Real Madrid, wo Zidane nun Trainer ist, ist auch mein Lieblingsverein. Dort einen Tag lang dabei zu sein, wäre ein absoluter Traum von mir.“

Centerfield: “Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und alles Gute für die kommende Saison!”

Interview mit Tobias Schützenauer (SK Sturm Graz)

Wir haben uns mit unserem Tormann vom SK Sturm Graz, Tobias Schützenauer unterhalten. In Graz haben wir über seinen Wechsel vom GAK zum Stadtrivalen, seinen ersten Einsatz in der Kampfmannschaft, die Fans des SK Sturm Graz, seine Vertragsverlängerung im Frühjahr 2018 und seine Einsätze im Österreichischen Nationalteam gesprochen. 

Centerfield: „Du hast bis zu deinem 13. Lebensjahr beim GAK gespielt. Wie ist es zu deinem Wechsel zum direkten Konkurrenten SK Sturm Graz gekommen?“

Tobias: „Der Jugendscout von Sturm Graz, Didi Schilcher, wollte mich unbedingt zu Sturm holen. Ich habe damals nicht lange überlegen müssen, weil Sturm immer schon mein Herzensverein war und dann ist alles schnell gegangen. Schon nach 1-2 Monaten bin ich zu meinem jetzigen Verein gekommen.“

Centerfield: „Beim SK Sturm Graz hast du dich bis in die Kampfmannschaft hochgearbeitet und bist nun regelmäßig im Kader der Grazer dabei. Vor wenigen Wochen durftest du einen neuen Vertrag, der bis zum Jahr 2021 läuft, unterschreiben. Was bedeutet es dir weiterhin bei so einem großen Klub zu spielen?“

Tobias: „Wie jeder weiß, bin ich ein richtiger Schwoaza“ und dass es für mich sehr viel bedeutet, bei diesem Verein zu spielen. Ich bin sehr glücklich, dass ich nun mindestens bis 2021 bei meinem Herzensverein spielen darf, hoffe aber, dass ich darüberhinaus auch noch bei Sturm Graz bleiben kann. Ich bin stolz und dankbar, bei diesem Verein zu spielen.“

Centerfield: „Am 24. Mai 2015 hast du beim Auswärtsspiel von SK Sturm Graz in der Südstadt dein Debüt in der Kampfmannschaft gefeiert und durftest eine Runde später gleich wieder im Tor der Kampfmannschaft stehen. In den beiden Spielen hast du kein Gegentor kassiert und insgesamt 4 Punkte geholt. Wie war es für dich erstmals im Dress der Grazer zwischen den Pfosten zu stehen?“

Tobias: „Ich kann mich noch ganz genau an dieses Spiel erinnern. Ein Eckball von der Admira, Grazi kommt heraus und ist auf einmal verletzt. Ich habe auf der Ersatzbank gebeten, dass ich nicht eingewechselt werde, weil ich so nervös war und dann ist alles schnell gegangen. Unser Trainer Franco Foda ist zu mir gekommen und hat „zieh dein Ding durch, Junge“ gesagt. Ich war dann natürlich sehr froh, dass das Spiel so gut geklappt hat und zu null ausgegangen ist.“ 

Centerfield: „Die Fans des SK Sturm Graz sind als gute Stimmungsmacher bekannt. Was sagst du zu euren Fans?“

Tobias: „Ich glaube, dass man zu unseren Fans nicht viel sagen braucht. Für mich sind die Fans von Sturm Graz die besten Fans in Österreich, weil sie die Mannschaft in guten und in schlechten Zeiten unterstützen und ich glaube, dass der Verein ohne diesen vielen, großartigen Fans nicht leben könnte.“

Centerfield: „Beim 4:0 Auswärtssieg gegen Rumänien hast du dein Nationalteamdebüt für die U16 Mannschaft von Österreich gefeiert. Du hast alle Nationalteams bis zur U21 durchlaufen und bist insgesamt 9 Mal im Tor gestanden, wobei du fünf Mal den Kasten komplett sauber halten konntest. Was bedeutet es dir, Teil des österreichischen Nationalteams zu sein?“

Tobias: „Ich denke, dass es für jeden Spieler so ist, dass er gerne für sein Land spielt. Es gibt nichts Schöneres, wie das. Es ist die Bestätigung für all das, was man in seiner Karriere leistet. Jeder Spieler kann sich freuen, wenn er beim Nationalteam dabei ist, weil du dich mit den anderen Spielern messen kannst, die im Ausland spielen oder bei noch größeren Vereinen spielen und die, die schon sehr viel Erfahrung haben und deswegen finde ich es immer wieder geil, bei den Lehrgängen dabei zu sein und für das Nationalteam spielen zu können bzw. zu dürfen.“

Centerfield: „Hast du vor bzw. auch nach deinen Spielen gewisse Rituale, die du ausübst?“

Tobias: „Ja, ich habe Rituale, die ich an jedem Spieltag ausübe. Das wichtigste ist für mich, dass ich vor dem Spiel ganz viel Musik höre und einen Tag vor dem Spiel zu Hause bin, um mich optimal auf das Spiel vorzubereiten.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute bei deinem Herzensverein!”

Interview mit Alexander Kogler (FC Ingolstadt 04 II)

Wir haben uns mit unserem Legionär Alexander Kogler von FC Ingolstadt 04 II unterhalten und mit ihm über seinen Wechsel nach Deutschland, sein erstes Jahr im Nachwuchs der Schanzer, seine Einsätze im Nationalteam und seine Stärken und Schwächen gesprochen.

Centerfield: „Du bist mit 16 Jahren von der Akademie des WAC nach Deutschland zu Rot Weiß Erfurt gekommen. Was hat dich zu diesem frühen Wechsel nach Deutschland bewegt?“

Alexander: „Der Fußball in Deutschland war immer schon sehr interessant für mich, was auch der Hauptgrund dafür war, dass ich nach Deutschland gehen wollte, um dort Fußball zu spielen.“

Centerfield: „Nach 2 Saisonen im Nachwuchs von Erfurt bist du nach Bayern zum FC Ingolstadt 04 gegangen und hast dort in deiner ersten Saison im Nachwuchs der Schanzer gespielt. Du hast in 19 A-Junioren Bundesligaspielen 4 Mal getroffen und 9 Tore vorbereitet und dich so für höhere Aufgaben qualifiziert. Wie sieht deine Bilanz zu deiner ersten Saison in Bayern aus?“

Alexander: „Ich denke, dass 4 Tore und 9 Assists gut sind, wobei ich mit der damaligen Torausbeute  nicht ganz zufrieden bin. Da hätte ich eindeutig das ein oder andere Tor mehr schießen können, aber 13 Scorerpunkte sind eindeutig eine ganz gute Zahl.“

Centerfield: „Nach deinen starken Leistungen in der Saison 2016/17 bist du nun seit dem Beginn der Saison 2017/18 im Aufgebot der 2. Mannschaft von Ingolstadt. In der Abschlusstabelle der Regionalliga Bayern steht er auf dem guten 6. Platz. Entspricht dies euren zu Saisonbeginn gesteckten Zielen?“

Alexander: „Auf jeden Fall. Das Ziel war unter die ersten Zehn in der Regionalliga Bayern zu kommen. Wir wussten, dass dies sehr schwer ist, da wir ordentliche „Brocken“, wie 1860 München in unserer Liga haben. Unser Ziel wurde trotz der starken Gegner erreicht.”

Centerfield: „Hattest du bereits die Möglichkeit mit der Profimannschaft zu trainieren und wenn ja, wie war das für dich?“

Alexander: „Ja, ich durfte bereits mit den Profis trainieren. Ich denke, dass man so seinen Zielen einen Schritt näherkommt. Es war ein sehr tolles Gefühl und eine großartige Erfahrung, mit der Kampfmannschaft zu trainieren.“

Centerfield: „Kommen wir zum österreichischen Nationalteam. Du hast bereits 10 Länderspiele in den Beinen und konntest dabei ein Tor erzielen. Was bedeutet es für dich, für dein Heimatland zu spielen und was kann man aus diesen Spielen mitnehmen?“

Alexander: „Es ist eine wahnsinnige Ehre für sein Land spielen zu dürfen. Es ist immer wieder etwas Schönes, dabei zu sein und für sein Land Tore zu schießen. Man nimmt sehr viel internationale Erfahrung mit, die man auch im Vereinsfußball einsetzen kann.“

Centerfield: „Wie würdest du deine Stärken und Schwächen definieren?“

Alexander: „Zu meinen Stärken zählen eindeutig meine Schnelligkeit und meine Athletik. Meine größte Schwäche ist meine Ungeduld, wobei ich diese nicht unbedingt als Schwäche, sondern eher als Antrieb sehen würde.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Interview, Alex!”

Interview mit Johannes Handl, Toni Harrer und Marco Köfler (SV Lafnitz)

Wir haben uns mit Johannes Handl, Toni Harrer und Marco Köfler getroffen, um mit ihnen über deren Weg zum SV Lafnitz, die Ziele in der Saison 2017/18, deren Hobbys und den besten FIFA18-Spieler unter unseren Schützlingen zu sprechen. 

Centerfield: „Marco, du bist nun seit einem Jahr bei Lafnitz und Toni und Hannes, ihr seid erst in dieser Saison zum Team gestoßen. Wie hat euer Weg zum zukünftigen Bundesligisten ausgeschaut?“

Marco: „Bei mir ist der Wechsel über Otmar Hackl und Centerfield gelaufen. Wir waren vor meinem Wechsel bereits in Kontakt mit Lafnitz. Ich war ein halbes Jahr vereinslos und deshalb auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Herr Feldhofer hat mich dann kontaktiert und sein Interesse an mir kundgetan. Daher habe ich ein paar Probetage in Lafnitz absolviert, war sehr begeistert von den Zielen und dem Umfeld und habe mich dann für einen Verbleib entschieden.

Johannes: „Bei mir war es ebenfalls über Otmar Hackl und Centerfield. Nach meiner Verletzung habe ich eine neue Aufgabe gesucht und dann ist mir das Projekt Lafnitz vorgestellt worden. Ich habe sofort gesagt, dass ich den Schritt wagen möchte und fühle mich nun sehr wohl.“

Toni: „Mein Weg hat mich über den SV Stegersbach nach Lafnitz geführt. Ich wollte den nächsten Schritt machen und bin über Centerfield in die Steiermark gekommen.“

Centerfield: „Ihr habt euch am 5. Mai 2018 den Meistertitel der Regionalliga Mitte gesichert. Der Verein hat zudem um die Lizenz für die kommende 2. Bundesliga angesucht. Was war euer Ziel in der Saison 2017/18?“

Marco: „Das Ziel war natürlich, dass wir nicht nur den 3. Platz erreichen und so in die 2. Bundesliga aufsteigen, sondern am Ende ganz oben in der Tabelle zu stehen. Wir waren das ganze Jahr davon überzeugt, dass wir aufsteigen werden und ich persönlich wollte auch unbedingt den Meistertitel einfahren.“

Johannes: „Ich glaube, dass das Ziel von allen im Verein war, nicht nur aufzusteigen, sondern auch Erster zu werden.“

Centerfield: „Auf welcher Position werdet ihr vorwiegend eingesetzt? Sind diese auch eure Lieblingspositionen?“

Marco: „Ich werde in letzter Zeit immer als Innenverteidiger eingesetzt. Das ist eigentlich nicht meine Stammposition, weil ich normalerweise auf der linken Seite zu finden bin. In der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison habe ich aber jedes Spiel in der Innenverteidigung gespielt und glaube nun, dass ich in Zukunft vorwiegend auf dieser Position spielen werde.“

Johannes: „Bei mir ist das so, dass ich vorwiegend in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werde. Diese beiden Positionen sind auch genau die, mit denen ich mich am besten identifizieren kann.“

Toni: „In Lafnitz werde ich immer als 8er eingesetzt. Grundsätzlich ist mir egal, ob ich im Zentrum oder auf den Außenbahnen eingesetzt werde. In dieser Mannschaft fühle ich mich aber als 8er sehr gut aufgehoben.“

Centerfield: „In der Winterpause wart ihr auf Trainingslager in Portugal, um euch optimal für die zweite Hälfte der Saison vorzubereiten. Wie hat euch die Reise in den Süden gefallen?“

Johannes: „Es war sehr schön in Portugal. Das Wetter war toll und die Platzbedingungen waren wirklich traumhaft. Das Trainingslager hat uns sehr viel Spaß gemacht.“

Toni: „Mir hat es sehr gut gefallen. Unser Trainingslager war super organisiert und die Verhältnisse in Portugal waren top.

Centerfield: „Worin findet ihr Ausgleich zum Fußball?“

Marco: „Ich habe viele andere Sportarten, die ich sehr gerne ausübe. Beispielsweise gehe ich einmal in der Woche schwimmen. Im Winter mache ich auch viele Wintersportarten. Ich gehe gerne Skifahren und bin gerne in der Natur. Im Sommer bin ich dann auch sehr gerne auf meinem Motorrad, um abzuschalten.“

Johannes: „Bei mir sind es ebenfalls die anderen Sportarten. Ich spiele sehr gerne Tennis und fahre sehr gerne mit dem Rad. Dabei kann ich am besten abschalten“.

Toni: „Ich gehe sehr gerne mit meinem Hund in die Berge wandern.“

Centerfield: „Zum Abschluss würde uns noch interessieren, wer von euch der stärkste Spieler in FIFA18 ist?“

Marco: „Da kann ich leider nicht mitreden, weil ich keine PlayStation besitze.“

Johannes: „Ich glaube, dass das eindeutig ich bin.“

Toni: „Nachdem ich auch keine Konsole besitze, wird Johannes eindeutig der Stärkste sein.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Gespräch, Jungs und herzliche Gratulation zum Meistertitel in der Regionalliga Mitte!” 

Interview mit Dino Kovacec (WSG Wattens)

Wir haben uns mit unserem Schützling Dino Kovacec im Gernot-Langes-Stadion in Wattens getroffen, um ihm Fragen zu seinem Weg nach Österreich, den Schritt von Mannsdorf nach Hütteldorf und seinem Wechsel nach Wattens zu stellen.

Centerfield: „Du bist vor 5 Jahren nach Österreich gekommen und steckst mitten in deiner 5. Saison im österreichischen Fußball. Was hat dich zu deinem Umzug bewegt?“

Dino: „Mein Cousin spielt bereits seit mehreren Jahren im österreichischen Fußball. Er hat mich überzeugt, dass ich auch in Österreich spielen sollte und hat mich dann sehr dabei unterstützt, in meiner neuen Heimat Fuß zu fassen. Mein Cousin hat mich zum SV Wildon in steirische Landesliga gebracht und dort hat meine Karriere im österreichischen Fußball begonnen.“

Centerfield: „Begonnen hat deine Reise, wie du schon gesagt hast, in der steirischen Landesliga. Nach einem halben Jahr bist du zu Mannsdorf in die Regionalliga Ost gekommen und ein weiteres halbes Jahr später zum SK Rapid Wien. Wie war der Schritt zu so einem großen Verein?“

Dino: „Nachdem ich in meinem Leben bereits so einen großen Schritt gemacht habe (Anm. mit 17 Jahren zu Dynamo Zagreb), wusste ich ganz genau, was auf mich zukommt. Aufgrund meiner Erfahrung in Kroatien war der Wechsel von Mannsdorf nach Hütteldorf nichts neues mehr für mich. In einem Jahr habe ich es geschafft, von den Amateuren in die Kampfmannschaft des SK Rapid Wien aufzusteigen. Das war für mich aber dann trotzdem ein großer Schritt.

Centerfield: „Am 15. Mai 2016 hast du dein Debüt für die Kampfmannschaft von SK Rapid Wien gefeiert. Wie war es für dich, erstmals vor so vielen Fans in der Bundesliga aufzulaufen?“

Dino: „Rapid ist der beste Verein in Österreich und hat die geilsten Fans, was mein Debüt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat. Leider haben wir nicht daheim gespielt, aber auch auswärts machen die Fans jedes Spiel zu einem Heimspiel.“

Centerfield: „Nach einer unglaublichen Saison für SK Rapid II, in der du in 24 Spielen insgesamt 12 Tore geschossen und 8 vorbereitet hast, hast du den Schritt in die Sky Go Erste Liga zu WSG Wattens gewagt. Wie ist es zu deinem Wechsel gekommen und wie gefällt es dir in Wattens?“

Dino: „Nach meiner sehr guten Saison bei SK Rapid II hat sich der Verein leider nicht dafür entschieden, mich in die Kampfmannschaft hochzuziehen. Ich wollte aber unbedingt den nächsten Schritt machen und habe mich deshalb für einen Wechsel nach Tirol entschieden. Die Mannschaft und die Mitarbeiter des Vereins haben mich sofort sehr gut aufgenommen. Das Leben in Tirol ist ganz anders als das in Wien. Vor allem die Ruhe in den Bergen gefällt mir sehr gut. Ich bin überzeugt davon, dass das ein guter Schritt war.“

Centerfield: „Am 24. April 2018 hast du dein erstes Tor im Dress von WSG Wattens erzielt. Was sagst du dazu, dass du nach etlichen Assists nun endlich getroffen hast?“

Dino: „Ich bin froh, dass der Bann endlich gebrochen ist und ich mein erstes Tor erzielt habe. Ich hoffe, es geht nun so weiter. Die Saison war bisher sehr schwierig für mich, aber die harte Arbeit hat sich ausgezahlt und jetzt konnte ich mich mit meinem ersten Tor selbst belohnen.“

Centerfield: „Zum Abschluss interessiert uns noch, welche persönlichen Ziele du dir bei WSG Wattens gesteckt hast?“

Dino: „Ich möchte mich in Wattens weiterentwickeln und so viele Einsatzminuten wie möglich bekommen. Natürlich werde ich alles für meinen Verein geben, um der Mannschaft bestmöglich helfen zu können.“

Centerfield: “Danke, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast. Wir wünschen dir für die restlichen Spiele der Saison 2017/18 alles Gute!”

Interview mit Samu Alanko (FK Austria Amateure)

Wir haben uns mit unserem finnischen Kooperationsspieler Samu Alanko (FK Austria Amateure) getroffen, um uns über den Wechsel von Finnland nach Österreich und die damit verbundenen Sprachprobleme, die Situation von First Vienna im vergangenen Frühjahr, seinen ersten Einsatz in der Kampfmannschaft von Austria Wien, seine Ziele und sein Vorbild zu unterhalten.

Centerfield: „Vor einem Jahr hast du den Schritt von deinem Heimatland Finnland nach Österreich gewagt. Wie ist es zu deinem Transfer gekommen?“

Samu: „Mein finnischer Berater hat ein Video mit Highlights von mir gemacht und veröffentlich. Daraufhin hat First Vienna Interesse an mir gezeigt und mich zu einer Probewoche nach Österreich eingeladen. Nach der Woche in Wien haben sie mich verpflichtet.“

Centerfield: „Wie hast du die Situation der Vienna im Frühjahr erlebt?“

Samu: „Es war eine wirklich schwere Zeit für mich, weil ich mich mit meinem Verein sehr verbunden gefühlt habe. Dank des Supports meiner Eltern, meiner Freunde, meiner Mitspieler und meines Trainerteams war die Zeit trotzdem sehr schön für mich.“

Centerfield: „Im Juli hast du dann den Sprung zu einem Topclub in Österreich gewagt. Ist der Unterschied zwischen First Vienna und Austria Wien sehr groß und wie gefällt es dir in Favoriten?“

Samu: „Die beiden Vereine sind sehr ähnlich. Der einzige Unterschied ist, dass es bei der Austria noch professioneller ist. Die Vienna war eher ein sehr familiärer und kleiner Verein mit unglaublichen Fans. Die Austria hat auch tolle Fans, aber wir in der zweiten Mannschaft spüren das nicht so stark, wie die Kampfmannschaft. Bei meinem neuen Verein gefällt es mir sehr gut. Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe bei einem österreichischen Topclub zu spielen.“

Centerfield: „Du bist im Freundschaftsspiel gegen die OMV Weinviertel-Auswahl bereits zu deinem Kampfmannschaftsdebüt gekommen. Was hat dir das bedeutet und wie hat es sich angefühlt?“

Samu: „Es war eine Ehre für mich, mit der Kampfmannschaft zu spielen. Es ist mein großer Wunsch, so bald wie möglich, ein Teil der Kampfmannschaft zu sein und dafür werde ich weiterhin kämpfen. Meine Leistung gegen die OMV Weinviertel-Auswahl war sehr gut. Das Trainerteam und auch meine Mitspieler haben mich nach dem Spiel sehr gelobt und mich dadurch noch mehr motiviert.“

Centerfield: „In Finnland hast du schon acht Spiele für die Nachwuchsnationalteams absolviert. Was konntest du dabei lernen und macht es dich Stolz für dein Heimatland zu spielen?“

Samu: „Immer, wenn ich das Trikot von der Nationalmannschaft anziehen darf, ist das eine sehr tolle Sache für mich. Bei internationalen Spielen lernt man viele großartige Spieler und andere Spielstile kennen.“

Centerfield: „Hast du vor, in Österreich zu bleiben oder möchtest du auch wieder zurück in deine Heimat gehen und dort Fußball spielen?“

Samu: „Ich möchte auf jeden Fall noch länger in Österreich bleiben. Nachdem ich noch zum Militär muss und dies nur in Finnland erledigen darf, werde ich irgendwann für diese Zeit nach Finnland zurückgehen. Das ist aber erst später fällig. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf mein Leben als Fußballer in Österreich konzentrieren.“

Centerfield: „Dein Deutsch wird immer besser. Du schreibst und sprichst schon fast einwandfrei. Woher hast du deine Deutschkenntnisse?“

Samu: „Ich habe drei Jahre lang in der Schule Deutsch gelernt. Wir haben damals nicht viel gesprochen. Deshalb konnte ich, wie ich nach Österreich gekommen bin, gut schreiben, aber noch nicht so gut sprechen. Bei der Vienna habe ich mich immer auf Englisch verständigt. Es gab aber ein paar Spieler, die nicht so gut Englisch konnten. Mit diesen Spielern musste ich von Anfang an Deutsch sprechen. Bei den Austria Amateuren spreche ich nur noch Deutsch.”

Centerfield: „Wie würdest du deine Stärken und deine Schwächen beschreiben?“

Samu: „Ich bin ein sehr schneller Spieler. Meine Abschlüsse, die ich sowohl mit links als auch mit rechts machen kann, sind schon sehr gut. Die Arbeit in der Defensive zählt auch zu meinen Stärken. Woran ich auf jeden Fall noch arbeiten muss, sind 1-gegen-1 Situationen und Kopfbälle.“

Centerfield: „Trainierst du nebenbei auch noch privat, damit du dir beispielsweise in Zweikämpfen leichter tust?“

Samu: „Ja, ich trainiere neben dem Training mit der Mannschaft immer wieder mit Piotr Pawlowski. Das Training macht mir sehr viel Spaß und bringt mir vor allem körperlich auch sehr viel. Piotr weiß ganz genau, was er mit mir trainieren muss, um mich zu einem besseren Spieler zu machen. Nebenbei gehe ich selbst auch noch einmal pro Woche in ein Fitnessstudio.“

Centerfield: „Was ist dein Ziel mit der Mannschaft in dieser Saison?“

Samu: „Ich möchte in dieser Saison so viele Einsätze, wie möglich bekommen und versuchen, oft in der Startelf zu stehen. Das Ziel der Mannschaft ist, dass wir in die 2. Bundesliga aufsteigen.“

Centerfield: „Was ist dein persönliches Ziel für die nächsten zwei bis drei Jahre?“

Samu: „In den nächsten zwei bis drei Jahren möchte ich im Kader der Kampfmannschaft stehen und regelmäßig Einsätze bekommen.“

Centerfield: „Wer ist dein Vorbild und warum?“

Samu: „Mein Vorbild ist Cristiano Ronaldo. Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Fan von ihm und seinem Spielstil. Er ist eine Tormaschine, die physisch unglaublich stark ist. Das gefällt mir sehr gut.“

Centerfield: “Vielen Dank für das ausführliche Interview und alles Gute für die kommenden Spiele in der Regionalliga Ost!”

Interview mit Fatih Ekinci (FC Karabakh Wien)

Bevor es für unseren Neuzugang Fatih Ekinci von FC Karabakh Wien wieder losgeht, haben wir uns mit ihm über seinen Wechsel zu FC Karabakh Wien, seine Ziele, seine Woche als Fußballer der Regionalliga Ost und seinen Lieblingsverein FC Barcelona unterhalten.

Centerfield: „Du spielst seit dem vergangenen Sommer in der Regionalliga Ost bei FC Karabakh Wien. Wie gefällt es dir beim Regionalligisten?“

Fatih: „Mir gefällt es sehr gut bei meinem Verein. Die Mannschaft hat mich nach meinem Wechsel sehr gut aufgenommen und mit Volkan Kahraman habe ich einen sehr guten Trainer, der meine Stärken und Defizite ganz genau kennt und bei dem ich mich sehr gut weiterentwickeln kann. Es macht sehr viel Spaß mit so einem breit aufgestellten Trainerteam, welches unter anderem Erfahrung aus der Bundesliga mitbringt, zu trainieren bzw. zusammenzuarbeiten, da wir Spieler sehr viel von unseren Trainern lernen können.“

Centerfield: „Was habt ihr euch für die Saison 2017/18 vorgenommen? Ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga ein Thema für euch?“

Fatih: „Ich glaube, dass wir uns momentan auf einem sehr guten Weg befinden, um in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Der Verein hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er unbedingt noch weiter nach oben möchte. Der Aufstieg ist auch in diesem Jahr möglich. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt und in der Rückrunde möchten wir jedem beweisen, dass wir der richtige Verein für den Aufstieg in die 2. Bundesliga sind.“

Centerfield: „Du hast bereits 15 Spiele für Karabakh in den Beinen und hast dabei ein Tor gegen Rapid II erzielt. Was sind deine persönlichen Ziele für die restliche Saison und deine Ziele in den nächsten 2-3 Jahren?“

Fatih: „Mein Ziel für die restliche Saison ist, dass ich meinen erkämpften Stammplatz verteidige und weiterhin meine Einsätze bekomme. In den nächsten 2-3 Jahren möchte ich in der höchsten Spielklasse Österreichs spielen.“

Centerfield: „Wie sieht eine Woche im Leben eines Spielers von FC Karabakh Wien aus?“

Fatih: „Meine Woche läuft immer sehr intensiv ab. Wir haben als Mannschaft 5-6 Trainingseinheiten in der Woche. Außerhalb des Trainings verbringe ich auch sehr viel Zeit mit Fußball. Ich schaue mir sehr viele Fußballspiele an und versuche so neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Neben dem Sport achte ich sehr stark auf meine Ernährung und versuche genügend zu schlafen, damit ich morgens fit für meinen Beruf bin.“

Centerfield: „Zum Abschluss interessiert uns noch, für welchen internationalen Verein du gerne auflaufen würdest, wenn du die Möglichkeit hättest und warum?“

Fatih: „Ich bin schon seit meiner Kindheit Fan des FC Barcelona und verfolge auch ziemlich jedes Spiel von Messi und Co. Im vergangenen Sommer durfte ich mir erstmals das tolle Stadion und das Museum in Barcelona anschauen. Die Stadt ist zudem wunderschön und gibt einem ein sehr heimisches Gefühl. All diese Erlebnisse beweisen mir immer wieder, dass mich dieser Verein mit seinem Umfeld und der Infrastruktur mit Abstand am meisten beeindruckt.“

Centerfield: “Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Frühjahrssaison!”

Interview mit Albert Vallci (Wacker Innsbruck)

Wir haben uns mit Albert Vallci in Innsbruck getroffen, um uns mit ihm über seine bisherige Karriere, seine Ziele und seinem Traum, bei Real Madrid zu spielen, zu unterhalten.

Centerfield: “Dein Debüt in der zweithöchsten Spielklasse von Österreich hast du am 12.09.2014 für SV Kapfenberg gegen Austria Lustenau gefeiert. Damals warst du 19 Jahre alt. Seither hat sich einiges bei dir getan. Welcher Verein oder welcher Trainer hat dich am Weg nach Tirol am meisten geprägt?”

Albert: “Jeder Trainer, den ich bisher in meiner Karriere hatte, hat mich ein Stück weit geprägt. Vor allem die 1,5 Jahre in Lafnitz haben mich wirklich sehr geprägt, da ich von Herrn Feldhofer sehr viel lernen durfte. Im Großen und Ganzen glaube ich, dass man von jeder Station etwas mitnehmen kann und das habe ich auch gemacht. Dadurch bin ich jetzt da, wo ich stehe.”

Centerfield: “1,5 Jahre nach deinem Wechsel vom SV Kapfenberg zum SV Licht-Loidl Lafnitz bist du in die Sky Go Erste Liga zum SV Horn gekommen. Dort hast du dich zum Shootingstar der Sky Go Erste Liga avanciert und hast dich im vergangenen Sommer für einen Wechsel zu Wacker Innsbruck entschieden. Was hat dich zu diesem Wechsel bewegt?”

Albert: “Das erste Jahr in Horn war für mich persönlich ein sehr gutes. Schade war natürlich, dass wir sportlich nicht in der Liga geblieben sind. Nichtsdestotrotz konnte ich sehr viel mitnehmen. Bewegunggründe für den Wechsel nach Tirol waren auf jeden Fall das Gesamtpaket bei Wacker Innsbruck und natürlich der Reiz, bei so einem großen Traditionsverein in Österreich etwas Großes zu erreichen. Ich war sehr „geil“ auf diese Herausforderung und wollte unbedingt mit Wacker Innsbruck die gesteckten Ziele erreichen.”

Centerfield: “Um nochmals auf den SV Horn zurückzukommen. Du hattest beim SV Horn die Möglichkeit nach Japan zu reisen und hast dort gesehen, wie bekannt ihr in diesem Land eigentlich seid. Wie war für dich das Jahr in Horn, die Reise nach Japan und hast du vor allem viel von den Japanern im Hintergrund mitbekommen?”

Albert: “Das Jahr in Horn war sehr ereignisreich, weil ich sehr viel erleben durfte. Die Reise nach Tokio war ein großes Highlight in meiner bisherigen Karriere. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen tausende Kilometer entfernt so großes Interesse an einem Verein zeigen. Das ist in Österreich leider gar nicht so realisiert worden. Wenn ich jetzt zurückdenke, kann ich sagen, dass es ein sehr gutes Jahr für mich war. Vor allem von der japanische Mentalität, dem japanische Volk beziehungsweise generell der Einstellung, dem Ehrgeiz und der fokussierten Art der Japaner konnte ich mir einiges abschauen. Ich bin sehr froh über die Erfahrung, die ich dort machen durfte.”

Centerfield: “In Innsbruck hast du dich sofort empfohlen und hast dir sofort deinen Platz in der Startelf erarbeitet. Wie gefällt es dir bei Wacker Innsbruck und was ist euer Ziel für diese Saison?”

Albert: “Bisher fühle ich mich wirklich sehr wohl. Die Stadt und die Mannschaft sind sehr beeindruckend. Man hat ein großartiges Umfeld, wodurch man sich als Spieler sehr gut auf das Wesentliche konzentrieren kann und von allen Seiten unterstützt wird. Unsere Ziele sind klar definiert. Wir wollen vorne mitspielen und das große Ziel, den Aufstieg in die Österreichische Bundesliga, erreichen. Bis jetzt machen wir das, glaube ich, sehr gut und sind auf einem guten Weg. Die Saison ist aber trotzdem noch sehr lange, daher müssen wir weiterhin so konstant unsere Leistungen abrufen. Ich bin davon überzeugt, dass wir unser großes Ziel erreichen werden.”

Centerfield: “Mit 22 Jahren hast du schon 62 Regionalligaspiele und 57 Erste Liga Spiele in den Beinen. Dabei konntest du 9 Tore erzielen und 2 Tore vorbereiten. Was sind deine Ziele für die nächsten zwei bis drei Jahre?”

Albert: “Die Statistik sollte auf jeden Fall noch mit mehr Einsätzen in der Sky Go Erste Liga verbessert werden. Im Fußball gibt es immer Dinge, die man verbessern kann und sollte. Mein Ziel in den nächsten Jahren ist auf jeden Fall, in der höchsten Spielklasse zu spielen, sei es in Österreich oder im Ausland. Für das werde ich weiterhin hart arbeiten und alles daran setzen, dass ich mein Ziel erreiche.”

Centerfield: “Würde man dir den Traum erfüllen, dass du für einen Tag bei einem Spitzenclub in Europa mittrainieren darfst, welches Team wäre das und warum?”

Albert: “Ganz klar Real Madrid, da ich schon, seit ich ein kleiner Bub bin, ein riesiger Fan von der Mannschaft bin. Dort spielen viele Spieler, die für mich eine Vorbildwirkung haben. Daher wäre das mein allergrößter Traum.”

Centerfield: “Vielen Dank, dass du dir Zeit für ein Interview genommen hast und alles Gute für die zweite Hälfte der Saison 2017/18.”

Interview mit Thomas Jackel (Blau Weiß Linz)

Wir haben uns mit unserem Schützling Thomas Jackel in Linz getroffen, um ihm einige Fragen zu seiner Karriere, seinen Zielen und seinem europäischen Lieblingsverein zu stellen.

Centerfield: “Deine Reise im Erwachsenenfußball hat bei Union St. Florian begonnen. Wie ist es zu deinem Wechsel zu Blau Weiß Linz gekommen?”

Thomas: “Ausschlaggebend war mein erster Trainer von Union St. Florian, der zum FC Blau Weiß Linz wechselte und mich unbedingt in seinem Team haben wollte.”

Centerfield: “Du bist mit 20 Jahren nach Linz gekommen und hast bis jetzt 50 Spiele für deinen Verein gemacht, wovon 16 Spiele in der Sky Go Erste Liga waren. Wie gefällt es dir bei Blau Weiß Linz?”

Thomas: “Mir gefällt es sehr gut in Linz. Das Meisterjahr war natürlich unglaublich. Das waren wichtige und schöne Erfahrungen, die ich in meinem jungen Alter machen durfte. Sicherlich ist die momentane Situation sehr schwierig, aber ich hab dem Verein sehr viel zu verdanken und das möchte ich den Linzern auch zurückgeben.”

Centerfield: “Wie sehen eure Ziele in der Saison 2017/18 aus und wie würdest du deine persönlichen Ziele für die restliche Saison formulieren?”

Thomas: “Trotz der schwierigen Saison ist das mannschaftliche Ziel ein Platz unter den ersten Fünf. Mein persönliches Ziel ist, dass ich in der restlichen Saison noch zehn Startelfeinsätze bekomme.”

Centerfield: “Wie sehen deine Ziele für die nächsten 2-3 Jahre aus? Was möchtest du erreichen?”

Thomas: “Ich möchte mich zum Stammspieler in der Sky Go Erste Liga etabliert haben.”

Centerfield: “Wie würdest du deine Stärken und deine Schwächen definieren und wie kannst du deine vorhandenen Schwächen in Stärken umwandeln?”

Thomas: “Zu meinen Stärken gehören die Dynamik, die Robustheit und mein Kopfballspiel, sprich eher die physische Präsenz. Zu meinen Schwächen zählen vor allem die Überhastigkeit, die ich auf oftmals im Spiel aufweise und die 1 gegen 1-Situationen in der Offensive. Die Überhastigkeit kann ich vor allem mit Spielpraxis ausgleichen.”

Centerfield: “Wenn man dir einen Tag lang die Möglichkeit gibt, bei einem europäischen Top-Klub zu trainieren, welcher Verein wäre das und warum?”

Thomas: “Ganz klar Arsenal London. Der Verein verfolgt genau den Spielstil, den ich haben möchte. Sie spielen „Kick and Rush“, haben aber dazwischen trotzdem sehr viel Ballbesitz und machen viel über Dynamik und Schnelligkeit. Leider sind sie in den letzten Jahren nicht so erfolgreich, aber mir gefällt die Spielphilosophie des Vereins sehr.”

Centerfield: “Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die restliche Saison in Linz.”